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Challenge Kraichgau 5.6.2011 |
| Luxemburgish long distance championship (1,9 km swim, 90 km bike, 21 km run)
Diesem Rennen sah ich mit gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits wollte ich meinen Titel verteidigen aber andererseits war ich noch nicht ganz hergestellt von meinem Ironman vor 4 Wochen. Eine meiner Mitstreiterinnen hatte sich nocht nicht ganz von ihrer schweren Operation im Winter erholt, die andere ist Duathletin. Die Strategie war also schnell klar: Schwimmen und Radfahren was das Zeug hält und schauen was der Körper beim Laufen noch hergibt. Ein paar Sekunden vor dem Start musste ich mit Schrecken feststellen dass ich mich inmitten der männlichen Profis befand. Die ersten paar Meter habe ich dann auch unter Wasser verbracht. Danach fand ich aber recht schnell eine angenehme Gruppe in deren Wasserschatten ich Kraft sparen konnte. Das Schwimmen fühlte sich zum ersten mal in dieser Saison richtig gut an. Nach 26'29 Minuten habe ich auf's Rad gewechselt. Der Pacours ist recht angenehm, wellig aber nicht schwer. Der Wind hatte gegenüber zum Vortag auch ein wenig nachgelassen und meine Beine fühlten sich gut an. Druck konnte ich zwar nicht voll aufbauen aber das hatte ich auch nicht erwartet. Das Rennen war schon eine ganze Ecke schneller als die Langdistanz und ich war neugierig wie lange ich den hohen Puls halten konnte. Die luxemburger Männer fuhren einer nach den anderen an mir vorbei und feuerten mich an. Der Radsplit dauerte 3 Stunden und 2 Minuten, in etwa die gleiche Zeit wie vor 2 Jahren. Dann folgte das Laufen. Der Parcous war in Form von einer Hantel. Man hatte die Gegnerinnen im Mittlestück recht lange im Blickfeld. Ich verschte mein Tempo zu finden. In der ersten Runde lagen Miriam und Danielle gleichauf etwa 17 Minuten hinter mir. Das sollte aber nicht lange so bleiben. Nach einer halben Runde waren es nur noch 12 Minuten Vorsprung auf die Duathletin. In weiser Voraussicht habe ich mir ein wenig Brühe in die Penco Tube getan. Die sollte jetzt auch dringend notwendig sein denn in der letzten Runde war mir nur noch schlecht. Meine Beine liefen warscheinlich auch nur weil sie nix besseres mit sich anzufangen wussten. Etwa 5 Kilometer vor Schluss war mein Titel dann weg. Mit 7 Minuten Rückstand wurde ich 2. Meine Zeit war 13 Minuten langsamer als 2009. Zufrieden war ich nicht aber so langsam merke ich dass Langdistanz doch sein Tribut fordert.
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