| Am 11. September 2011 fand in der Wüste von Nevada, 30 Kilometer Nördlich von Las Vegas die Weltmeisterschaft auf der 70.3 Distanz statt.
Man versprach uns einen knüppelharten Radparcours (um dem Windschattenfahren von Clearwater meister zu werden) bei Temperaturen um die 40 Grad.
Pustekuchen.
Aber von Anfang an:
Wenn ich nicht schon alles Gebucht und Gezahlt hätte für dieses Rennen wäre ich wohl zu Hause geblieben.
Mein Körper hat mir oft genug zu verstehen gegeben dass er am Anschlag ist...aber ich wollte nie Hören.

 
Also ging es ab nach Vegas, ins Las Vegas Lake Resort wo ich bei Hannes Hawaii Tours gebucht hatte: ein Zimmer gleich an der Startlinie.
Die Tage vor dem Rennen vergingen ohne dass ich die gewohnte Anspannung verspürte.
Da die Temperatur über 46 Grad betrug, war Training vor Sonnenaufgang angesagt, den Rest des Tages im klimatisiertem Zimmer beim lesen verbringen.
Am Donnerstag bekam ich dann noch Besuch und richtig schöne Abwechslung.
Der einzige luxemburgische Mann bei der WM dieses Jahr: Christian Krombach der als mentale Verstärkung seine Frau Pascale dabei hatte.
(Er platzierte sich als 5. in seiner Altersklasse)
 
Am Sonntag Morgen um 7 Uhr ging's los.
Das Schwimmen ohne Neopren...so soll es sein :-)
Vom Start weg konnte ich mich gut aus dem Gedrängel raus halten, und auch die Alterklassenathleten die ich überholte waren kein Thema.
Aber ich schaffte es nur als 9. aus dem Wasser, 600 Meter laufen bis zum Rad und dann ging es auf die relativ flache Radstrecke.
Es waren nur 700 Höhenmetern anstatt den versprochenen 1500 Höhenmetern von der Silverman Strecke.
Ich hatte mich im Vorfeld auf einen knackigen Kurs vorbereitet und war dann auch entsprechend enttäuscht.
Diese Strecke hielt dann auch niemanden vom Windschattenfahren ab, besonders da die Schiedsrichter recht selten waren.
Aber die Landschaft war gewaltig. Fast so schön wie in St.George. Und auf den letzten 30 Kilometer hatten wir auch noch eine schöne Sicht auf den Strip von Las Vegas.
Nach etwas mehr als 3 Stunden ging es für mich auf die Laufstrecke.
Bis jetzt waren die Temperaturen gnädig mit uns: nur 36 Grad, und ich konnte mich Unterwegs gut kühlen.
Das Laufen war schon die ganze Saison der Knackpunkt schlechthin bei mir. Heute war es nicht anders.
Ich fand keinen Rythmus und schnell wurde klar dass ich mich an niemanden hängen konnte.
Also kämpfte ich mich die drei Runden durch, mit Bauchkrämpfen vom Eiswasser und sogar in der Cola war Eis.
Nach 5 Stunden 51 Minuten bin ich ins Ziel...die langsamste Mitteldistanz in meiner Karriere.
 
Ich bin jetzt froh dass die Saison zu Ende ist.
Jetzt gebe ich meinem Körper erst mal die nötige Ruhe und dann freue ich mich auf eine schöne Wintersaison mit einem Gletscherhalbmarathon und ein paar Langlauf Rennen.
Die nächste Saison wird man mich eher in Rennen wie dem Gigathlon, Alpinathlon oder Inferno Triathlon finden.
Vom Kopf her brauche ich erst mal etwas Abstand von der Ironman Distanz.
Aber auf meiner Internet Seite bleibt ihr immer auf dem Laufenden.
Liebe Grüsse aus dem Schnee
Diane
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